Nachhaltigkeit im eigenen Haus

Ein ehrlicher Blick auf Umwelt, Team und Verantwortung – und auf den Beitrag, den wir wirklich leisten.

Als Kommunikationsagentur haben wir einen vergleichsweise kleinen ökologischen Fußabdruck: ein paar Rechner, einen Server, etwas Strom und Wärme, wenig Papier und ein paar Getränke. Das meiste, was sich sinnvoll reduzieren lässt, haben wir bereits umgesetzt – und wir reden ehrlich darüber, was geht und was nicht.

Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind zwei der wichtigsten Werte, die wir unseren Kunden bieten. Gerade beim sensiblen Thema Nachhaltigkeit gilt für uns deshalb ein einfacher Grundsatz: nur sagen, was wir auch halten.

Nachhaltigkeit ist für uns dabei mehr als CO2. Wir denken sie in drei Dimensionen – Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Beim ökologischen Fußabdruck sind unsere Möglichkeiten als Office begrenzt; unsere eigentliche Substanz liegt bei den Menschen und in der Art, wie wir arbeiten.

Unsere Haltung

Reduktion statt Kompensation

Wir haben uns bewusst entschieden, unseren Fußabdruck real zu senken, statt ihn über Zertifikate rechnerisch auszugleichen. Kompensation hat an Anerkennung verloren – aus gutem Grund: Sie ersetzt keine echte Reduktion.

Deshalb verzichten wir bewusst auf „klimaneutral“-Etiketten und konzentrieren uns auf das, was tatsächlich wirkt und überprüfbar ist.

Konkret und überprüfbar

Wie wir CO2 reduzieren und Ressourcen sparen

  • Seit 2022 tauschen wir unsere Verbrenner-Pkw schrittweise gegen Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die an unserem Standort geladen werden können.
  • Wir reisen weniger und bewusster – Dienstreisen nur, wo sie wirklich Sinn ergeben.
  • Wir fördern den Arbeitsweg per ÖPNV mit Jobtickets, wo das Netz es hergibt bis zum Deutschlandticket.
  • Seit Frühjahr 2022 haben wir die Raumtemperatur um 2 °C gesenkt.
  • Wir beziehen Ökostrom.
  • Wir haben sämtliche Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten ersetzt.
  • Durch Digitalisierung haben wir den Papierverbrauch um rund 50 % gesenkt.
  • Wir nutzen Leitungswasser statt aufwendig transportierter Mineralwasserflaschen und trinken fair gehandelten Bio-Kaffee.
  • Ein 2024 angeschaffter Server verbraucht rund 50 % weniger Strom als sein Vorgänger.

Der ehrliche größte Posten

Unser größter Hebel: die Anfahrtswege

Bei einem Office wie unserem sind die Pendelwege der Mitarbeitenden der größte Posten – manche kommen von weiter außerhalb. Wo der ÖPNV es hergibt, unterstützen wir den Umstieg mit dem Deutschlandticket. Ehrlich ist aber auch: Aus mancher Ecke ist der Weg ohne Auto kaum machbar.

Genau dort setzt unsere Umstellung auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge an. Wir versprechen kein „100 % ÖPNV“ – wir tun das Sinnvolle und benennen die Grenzen offen.

Verantwortung im Team

Soziales: Eigenverantwortung, Entwicklung, Zusammenhalt

Der größte Hebel einer Agentur sind ihre Menschen – deshalb liegt hier auch unser Schwerpunkt. Wir setzen bewusst auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung: große Handlungs- und Entscheidungsspielräume in den Projekten und eine spürbare Beteiligung an der Entwicklung der Agentur. Wir vertrauen der Kompetenz und dem Verantwortungsbewusstsein unseres Teams – von Praktikanten und dualen Studierenden bis zu erfahrenen Führungskräften.

Faire Bezahlung, anspruchsvolle Aufgaben und echte Weiterentwicklung gehören für uns zusammen. Gleichberechtigung auf jeder Position ist selbstverständlich; unsere projektbezogenen Teams stellen sich allein nach Anforderung, Kompetenz und Kapazität zusammen. Damit Beruf und Leben zusammenpassen, arbeiten wir flexibel – mit mobilem Arbeiten, Gleitzeit, Teilzeit- und Elternzeit-Modellen und einer pragmatischen Handhabung des Alltags zwischen Familie und Agentur.

Besonders wichtig ist uns die eigene Nachwuchsentwicklung: Wir begleiten Praktikanten und duale Studierende und entwickeln Talente im eigenen Haus weiter – in einem inspirierenden Mix aus erfahrenen Köpfen und einigen Nachwuchstalenten. Und weil ein gutes Team auch außerhalb der Projekte zusammenwächst, pflegen wir feste Rituale wie Sommerfest, Weihnachtsfeier und gemeinsame Betriebsausflüge.

Über das eigene Haus hinaus engagieren wir uns exemplarisch dort, wo wir aus der Region kommen – vor allem für Bildung und Nachwuchs. Dazu zählen etwa das Projekt „Demokratische Republik“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium Stuttgart, die Förderung des Tennis-Nachwuchses beim TEC Waldau/Stuttgart und die Unterstützung der Förderschule Filderstadt.

Wie wir arbeiten

Governance: Integrität, Datenschutz, klare Regeln

Verantwortungsvolle Führung heißt für uns zuerst: Wir halten uns an das, was wir nach außen vertreten. Die Entscheidung, auf das „klimaneutral“-Etikett zu verzichten und auf echte Reduktion statt Kompensation zu setzen, ist genau das – gelebte Integrität statt bequemer Fassade.

Als Agentur, die täglich mit sensiblen Kunden- und Marktdaten arbeitet, haben Datenschutz und Datensicherheit (DSGVO) für uns hohe Priorität.

Dazu kommen klare Compliance-Grundsätze – von Arbeitsschutz bis zu Regeln gegen Korruption – und Vertraulichkeit als Selbstverständlichkeit.

Und wir wählen unsere Mandate mit Sorgfalt: Wir unterstützen keine irreführende Kommunikation. Wo wir Nachhaltigkeit kommunizieren, müssen belegbare Fakten dahinterstehen – bei unseren Kunden ebenso wie bei uns selbst.

Wo wir am meisten bewirken

Unser größter Beitrag: der Handprint

Ehrlicherweise entscheidet sich unser wichtigster Beitrag zur Nachhaltigkeit nicht im eigenen Büro, sondern in den Projekten unserer Kunden. Als Kommunikationsagentur helfen wir Unternehmen, ihre Nachhaltigkeit glaubwürdig zu kommunizieren, Berichte zu erstellen und Fortschritte belegbar sichtbar zu machen.

Diesen „Handprint“ – die positive Wirkung unserer Arbeit nach außen – halten wir für den größeren Hebel als unseren kleinen eigenen Fußabdruck. Beides gehört für uns zusammen: Wir halten das eigene Haus ehrlich in Ordnung und setzen unsere Kompetenz dort ein, wo sie am meisten bewirkt.

Keine Schaufenster-Ziele

Ehrlich über Grenzen und nächste Schritte

Wir tun nicht so, als hätten wir einen großen Fünf-Jahres-Plan. Die naheliegenden Schritte sind gemacht; weitere große Sprünge sind bei unserer Größe und in gemieteten Räumen begrenzt.

Wo sich Chancen ergeben, nutzen wir sie – etwa ein möglicher Umzug in eine nachhaltigere Bürofläche Ende 2027, soweit es der Mietrahmen zulässt. Und wir reduzieren weiter im Rahmen des Möglichen. Diese Ehrlichkeit ist uns lieber als ein schönes Ziel, das wir nicht halten.